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    Lepidiolamprologus kendalli

    • CichlidenSchmidt
    • 27. November 2024 um 18:01
    • 25. September 2025 um 09:02
    • 58 mal gelesen
    • Lexikon-Eintrag
    • Bewertungen 0
    • Steckbrief von Lepidiolamprologus kendalli

      Name: Lepidiolamprologus kendalli (POLL & STEwART,1977)

      Bedeutung Name: Die Art wurde nach DR.R. KENDALL benannt, der diesen Cichliden 1972, mit Kiemennetzen aus 40 Meter Tiefe empor geholt hatte. DR. KENDALL leitete eine Forschungsstation vor Mpulungu.

      Synonyme: Lamprologus kendalli, Lamprologus nkambae, Lepidiolamprologus nkambae

      Typusfundort: Der Typusfundort liegt im Südteil des Tanganjikasees, nahe Mpulungu, an der Mutondwe Insel.

      Kennzeichen: Die Körpergestalt ist extrem langgestreckt. Die unpaaren Flossen und die Ventralen enden spitz. Die Caudale ist leicht nach innen gebogen.

      Gesamtlänge: Bis 16 Zentimeter groß werdende Art, wobei die Weibchen etwas kleiner bleiben.

      Verbreitung: Lepidiolamprologus kendalli wurde bislang nur in einem sehr eng begrenzten Verbreitungsgebiet angetroffen. So sind Fundorte nur im Südteil des Sees belegt. Da die Art aber in größeren Tiefen vorkommt und zudem sehr felsgebunden lebt, kann es durchaus sein, dass weitere Vorkommen in Zukunft entdeckt werden.

      Lebensraum: Bevorzugter Biotop ist das Felslitoral mit seinen Steilwänden und großen runden oder quaderförmigen Felsen. Hier können die Tiere ab drei Meter Wassertiefe angetroffen werden, wenn gleich dieses wirklich die oberste vertikale Verbreitung darstellt. Gewöhnlich sind die Tiere in Tiefen unterhalb von 5 bis 10 Metern anzutreffen und halten stets engen Kontakt zum Fels und den Höhlen.

      Ernährung: Die Cichliden mit dem tiefgespaltenen und gut bezahnten Maul sind eindeutig Fleischfresser. Die Art wird sich von kleinen Fischen, Krebstieren und Insektenlarven ernähren.

      Verhalten und Fortpflanzung: Abgelaicht wird an versteckter Stelle. Oft sind die bevorzugten Laichplätze schmale Felsspalten oder untergrabene Steine. Lepidiolamprologus kendalli produziert mehr als einhundertfünfzig Eier pro Gelege, die hauptsächlich vom Weibchen betreut werden. Das Männchen übernimmt die Revierverteidigung.

      Geografische Variation: Verschiedene Farbformen sind bekannt. Die Typusart zeigt auf den Körperseiten eine dunkelbraune Färbung mit 3 unregelmäßig verlaufenden, silbrigweißen Längslinien. Diese bestehen aus kleinen, teilweise verschmelzenden Punkten. Der Kopf ist ungleichmäßig dunkelbraun und hellbraun gefleckt. Dorsale, Anale, Ventralen und Caudale sind dunkelbraun gefärbt und von weißen, kleinen Punkten, in der Dorsale auch zusammenschmelzenden Strich mustern, überlagert.

      Hier von abweichend die Farbform von Kalambo: Die weißen Körperflecken auf braunem Grund sind größer und zudem vertikal angeordnet, nicht direkt aneinander gereiht. Dadurch ergeben sich wiederum dunkle Fleckmuster. Der Kopf ist klarer gezeichnet, dunkelbraun mit scharf begrenzten weißen, teils runden Flecken.

      Farbform von den Malasa-Inseln (Tansania): Fastschwarzbraune Körpergrundfarbe mit drei weißen, unregelmäßig verlaufenden, teils unterbrochenen Längslinien. Kopf relativ große, weißgraue Flecken. Kehl- und Bauchpartie sehr hell.

      Am Cape Chaitika und dem Cape Kachese ist die Körperfärbung der Tiere dunkelbraun mit 4-5 im Zickzack verlaufenden, silbrigweißen Längslinien. Diese bestehen aus kleinen, teilweise in sich verschmelzenden Punkten. Der Kopf ist netzartig dunkelbraun und weißsilbern gefleckt, teilweise mit wurmähnlichen Zeichnungen versehen.

      Anmerkungen: 1978 beschrieb STAECK Lepidiolamprologus nkambae. Der Fundort dieser Art liegt am südwestlichen Seeufer in der zu Sambia gehörenden Nkamba-Bay. Mittlerweile hat man diesen Räuber auch weiter südöstlich nachgewiesen, also im Vorkommensgebiet von L. kendalli. Da es unwahrscheinlich ist, dass beide Arten sympatrisch vorkommen, gehen viele Autoren davon aus, dass L.nkambae ein Synonym von L. kendalli ist.

      • Lepidiolamprologus kendalli
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