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    Neolamprologus sp. "daffodil"

    • CichlidenSchmidt
    • 27. November 2024 um 17:59
    • 25. September 2025 um 09:12
    • 61 mal gelesen
    • Lexikon-Eintrag
    • Bewertungen 0
    • Steckbrief von Neolamprologus sp. "daffodil"

      Name: Neolamprologus pulcher (TREWAVAS & POll,1952), Neolamprologus sp. "daffodil" wird zur Zeit als Farbvariante von Neolamprologus pulcher angesehen.

      Bedeutung Name: Der Artname weist auf das schöne und elegante Aussehen hin.

      Typusfundort: Der Typusfundort liegt an der Südostküste des Tanganjikasees, bei Kasanga in Tansania.

      Kennzeichen: Körperfärbung beigebraun, teilweise mit zahlreichen orangegelben oder ockerbraunen Flecken in den Schuppen, so dass ein Linienmuster respektive Netzmuster auf den Flanken entsteht. Unteraugenbereich hellblau, je nach Fundort zusätzlich gelb. Schwarzbrauner Farbbalken auf dem Kiemendeckelrand, schräg von oben nach unten verlaufend. Zweite schwarzbraune Farbzone hinter dem Auge beginnend, parallel zur ersten Zeichnung, auf dem Vorkiemenbereich endend. Augenring bläulich, teils gelb gerandet. Dorsale, Anale, Caudale und Ventralen beigebraun, oder leuchtend gelb, besonders die unpaaren Flossen mit feinen hellblauen Linienund Tupfen. Dorsale und Anale im Weichstrahlbereich, Caudale oben und unten sowie die verlängerten Ventralstrahlen, hellblau oder weißgrau gesäumt. Dorsale auch mit rotem Saum. Pectorale am Ansatz bisweilen orangegelb.

      Gesamtlänge: Etwa 9 Zentimeter groß werdende Art.

      Verbreitung: Die Art kommt in den südlichen Seegebieten und an der zentralen Ost- und Westküste vor.

      Lebensraum: Das Felslitoral ist bevorzugter Lebensraum für diese eleganten Cichliden. Die Tiere werden ab 5 Meter Wassertiefe fast immer in großen Gruppen angetroffen. Diese stehen knapp über dem steinigen Substrat oder in der Nähe steiler Felswände. Pflanzen wird man in diesem Uferbereich vergeblich suchen, dafür sind oftmals Sandeinlagerungen am Fuße der Felsen vorhanden.

      Ernährung: Die Art ernährt sich von kleinsten Krebstierchen und Insektenlarven sowie anderem Plankton. Die Tiere sind ständig dabei, im Wasser schwebende Nahrung zu sich zu nehmen; dieses kann besonders eindrucksvoll beobachtet werden, wenn eine Gruppe von 200 Neolamprologus pulcher schnappend im freien Wasser steht.

      Verhalten und Fortpflanzung: Innerhalb der Gruppe maßvolle innerartliche Aggression. Fremden Arten gegenüber mit einer gehörigen Portion Mut ausgestattet. In der Natur gewöhnlich in größeren Gruppen anzutreffen. Meist ausgesprochen leicht züchtbare Art, die besonders interessante Beobachtungen für den Aquarianer bereit hält. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Arten des Neolamprologus brichardi- pulcher- Komplexes getrennt gepflegt werden, da eine Bastardisierung nicht auszuschließen ist und auch nicht erwünscht sein sollte. Die Art gehört zu den Höhlenbrütern, unterscheidet sich aber insofern von den anderen Neolamprologus, durch ein differenziertes Brutpflegeverhalten. So sind "Familienmitglieder" an der Brutpflegebeteiligt; jüngere Bruthelfer werden sogar in unmittelbarer Umgebung des Geleges geduldet. Oft kommt es zu einer sogenannten Etagenbrut, wobei mehrere Generationen Geschwister innerhalb des Brutreviers leben. Oft laicht nur ein Paar miteinander ab. Es kann aber auch zu einer Haremsbildung kommen, dann wird sich ein Männchen mit mehreren Weibchen fortpflanzen. Jüngere weibliche Tiere und adulte Männchen halten sich oft an der Peripherie eines Reviers auf. Ab und zu werden, zumindest im Aquarium, Tiere aus der Gruppe verjagt oder sie bilden eine eigene Familie, so dass ein neuer Verband entsteht. Abgelaicht wird auf einem Substrat, in der Regel ist dies ein Stein oder Fels. Die Eier werden an versteckter Stelle angeheftet. Die Larven sprengen, bei 26°C Wassertemperatur nach etwa 2-3 Tagen die Eihüllen, nach 5-6 Tagen schwimmen die Jungfische frei. Die Nachkommen können bereits frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien fressen.

      Aquaristische Hinweise: Das Aquarium sollte Versteckplätze, in Form von Höhlen und Felsspalten aufweisen, zudem muss eine Freiwasserzone vorhanden sein. Als Bodengrund ist mittelgrober Flusssand zu wählen. Pflanzen werden niemals beschädigt und können für unterdrückte Tiere als Versteckplätze benutzt werden. Das Aquarium sollte wenigstens eine Grundfläche von einem halben Quadratmeter besitzen. Aus einer kleinen Gruppe junger Fische wird sich schnell ein Paar bilden, welches später eine große Nachkommenschaft hat. Es ist möglich, andere Lamprologini zu vergesellschaften, es muss aber darauf hingewiesen werden, dass Neolamprologus brichardi besonders während der Brutpflegezeit eine starke Aggression anderen Fischen gegenüber zeigt. Da die Art zeitweise zu den Dauerlaichern gehört und aufopferungsvoll pflegt, sind Konflikte mit anderen Beckenbewohnern deshalb nicht auszuschließen.

      Geografische Variation: Existieren von dieser Art geografische Farbrassen, die aber nur geringfügige Farbunterschiede aufweisen. Im Südostteil des Sees (nördlich des Kalarnbo) lebt eine Variante, die als N. spec. "daffodil" eingeführt wurde. Diese Variante fällt besonders durch ihre gelben Flossenzeichnungen auf.

      Anmerkungen: Besonders auffällig sind die Kiemendeckelzeichnungen, die aus zwei parallel verlaufenden, schwarzbraunen Marken bestehen. Da es eine Reihe ähnlicher Arten im Tanganjikasees gibt, können diese markanten Zeichnungen als Bestimmungsmerkmal herangezogen werden.

      Im Bild die Albino Variante.

      Bilder

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      • Neolamprologus sp. "daffodil"
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