Hallo,
gerade in der kalten Jahreszeit, versuchen einige Insekten und auch Spinnen den frostigen Tagen und Nächten zu entgehen und sind dann vermehrt im Haus zu finden. Zuerst einmal das grundsätzliche, nämlich das man alle hier genannten Tiere immer schonend fangen und wieder nach draußen setzen sollte oder wer spezielle Behältnisse zb. im Keller hat, kann die Tiere auch dort überwintern lassen. Das gilt vor allem für Spinnen.
Öfter hatte ich es in der letzten Zeit mit Insekten aus der Familie der Baumwanzen zu tun, die auch Stinkwanzen genannt werden, da sie bei Gefahr, unter Stress oder auch wenn man sie unabsichtlich zerdrückt einen übelriechenden Stoff abgeben können. Diese Wanzen sind ansonsten und anders als zb. Bettwanzen, für den Menschen nicht gefährlich und auch nicht giftig. Ich habe die Erfahrung gemacht, das man diese Tiere sehr leicht dazu bewegen kann auf ein Blatt Papier zu gehen. Ich stülpe dann einen Plastikbecher drüber und entlasse die Wanzen wieder nach draußen. Das übrigens auch im Sommer oder im Herbst, wo diese Wanzen meist grün aussehen oder in der Umfärbung sind.
Keinesfalls sollte man Stinkwanzen in den Staubsauger befördern, das würde übel riechen. Und man macht so etwas nach meiner Meinung sowieso nicht. Wichtig ist zb. Obst und vor allem reifes Obst nicht offen stehen zu lassen und die Fliegengitter aus dem Sommer, erfüllen auch im Winter Ihren Zweck.
Zum Thema Stinkwanzen gibt es hier einen sehr interessanten Artikel: https://deavita.com/gartengestaltu…pps-752824.html
Ein weiters Tier was ich auch schon öfter in der Wohnung hatte war die Winkelspinne aus der Gattung Eratigena. Meist handelt es sich um Eratigena atrica die Große Winkelspinne.
Auch diese Tiere sind nicht giftig oder gefährlich für den Menschen, auch wenn sie schon wegen Ihrer Größe etwas bedrohlich wirken können. Sie kann zubeißen, aber der Biss ist nicht gefährlich und durchdringt die Haut eher nicht so weit ich weiß. Ich fange sie meist mit einem großen Becher oder Glas unter das ich dann ein Blatt Papier schiebe. Ich habe auch schon große Winkelspinnen mit dem Fischkescher gefangen womit man sie auch sicher und behutsam wieder nach draußen setzen kann.
In Mitteleuropa sind wohl acht Arten der Winkel-Spinnen heimisch.
Aber auch eine neue invasive Spinnen-Art gibt es mit der Nosferatu-Spinne oder Kräuseljagdspinne ( Zoropsis spinimana ) mittlerweile in Menschennähe und auch sie dringt öfter in die Häuser ein. Der Biss dieser Spinnenart kann unsere Haut durchdringen und sie kann so auch Gift injizieren. Die Wirkung soll dem eines Wespenstich ähneln und somit sollten gerade Allergiker sicherlich Vorsicht walten lassen und auch diese Spinne behutsam mit einem Becher oder ähnlichem fangen. Auch diese Spinne beißt nur bei äußerster Gefahr oder Bedrängnis zu. Grundsätzlich sollte man hier aber schon etwas mehr Vorsicht beim fangen walten alssen als bei den Winkelspinnen.
Meine Meinung dazu. Selber habe ich hier im Haus noch keine Nosferatu-Spinne gehabt. Ein wenig mehr zu dieser Spinne kann man hier nachlesen: https://www.smnk.de/forschung/zool…sferatu-spinne/
Mit dem Thread wollte ich vor allem mal aufzeigen, das die Tiere gerade bei Kälte gerne ich die Wohnung kommen und hoffe das sie behutsam gefangen und wieder in die Natur entlassen werden. Ich mache das schon immer so, auch im Sommer und selbst Fliegen werden bei mir meist mit der Hand gefangen und wieder nach draußen befördert.