• Der Begriff Infusorien ist eine in der Biologie veraltete Sammelbezeichnung für Aufgusstierchen (Infusio = Aufguss).

    In der Aquaristik hat sich dieser Begriff allerdings gehalten, denn diese Einzeller (Rädertierchen, Pantoffeltierchen, Wimperntierchen, Amöben usw.) bilden oft die Nahrungsgrundlage für viele Jungfische in den ersten Lebenstagen.

    Da sich Infusorien hauptsächlich von Bakterien ernähren, kann es bei schlechter Wasserqualität im Aquarium auch zu einer Infusorienblüte kommen. Mit bloßem Auge kann man in der Wassertrübung gerade noch feinste schwebende Partikel erkennen, die sich unter dem Mikroskop als sehr flinke Kleinstlebewesen offenbaren. Da es bei einer Infusorienblüte zu einer starken Sauerstoffzehrung kommt, sollte diese möglichst schnell durch regelmäßige Wasserwechsel behoben werden.Wer aber gerade entsprechende Jungfischbrut (z.B. Fadenfische, Makropoden usw.) hat, der kann das abgesaugte Wasser für diese als Erstnahrung verwenden.
    Empfindliche Arten (z.B. diverse Salmler) reagieren allerdings empfindlich auf Verunreinigungen, weshalb in diesem Fall von der Verfütterung von Infusorien eher abzusehen ist.

    Der Aufguss zur Infusorienzucht kann mit Heu, getrockneten Steckrübenstückchen, Bananenschalen, Aquarienfilterschlamm usw. erfolgen. Anleitungen dazu gibt es z.B. hier und zur Genüge im Internet.

    Es gibt auch industriell hergestellte Aufgusspräparate mit Anleitung, z.B. das von der Firma Hobby angebotene Protogen Granulat.

    Viele Grüße
    Delle

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