Zucht von Malawisee Cichliden. Eure erfolgreichen Methoden und Erfahrungen

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 124 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (29. März 2026 um 18:06) ist von -Joerg-.

  • Hallo zusammen,

    ich habe mich gefragt, mit welchen Methoden und Handlungen Ihr die besten Erfahrungen in der Zucht von Malawisee Cichliden gemacht habt. Es scheint, dass jeder Züchter seine eigene "Geheimformel" hat, um diese farbenprächtigen Fische zu vermehren, aber es gibt sicherlich einige allgemeine Ansätze, die den Erfolg begünstigen.

    Man spricht bei Malawiseecichliden ja immer von den sogenannten Eimerfischen, da sie sich selbst darin vermehren. Deshalb auch dieser ernst gemeinte Thread, der einen informativen und hoffentlich für viele ernsthafte Hobbyzüchter sinnvollen Ansatz bieten soll, auch wenn es eher Basics sind die hier gefragt werden.

    Eine grundlegende Frage, die sich mir stellt, ist, wie wichtig die Wasserparameter tatsächlich sind. Natürlich wissen wir alle, dass ein stabiler pH-Wert, die Wasserhärte und eine konstante Temperatur essenziell sind, aber wie viel Spielraum gibt es wirklich, bevor man merkt, dass die Fische sich nicht mehr fortpflanzen wollen? Und wie handhabt ihr das mit den Wasserwechseln während der Brutperiode? Sind häufige, kleinere Wasserwechsel besser oder setzt ihr auf selteneres, aber intensiveres Wechseln?

    Ein weiterer Punkt, der mir durch den Kopf geht ist die Auswahl der Zuchtpaare. Sollte man strikt darauf achten, dass die Paare aus möglichst verschiedenen Blutlinien stammen, um Inzucht zu vermeiden, oder ist das im Hobbybereich weniger kritisch?
    Und lasst ihr die Malawi-Cichliden in einem separaten Zuchtbecken aufziehen, oder habt ihr gute Erfahrungen mit der Zucht direkt im Gesellschaftsbecken gemacht?

    Natürlich kann man viel über die Fütterung während der Zuchtperiode diskutieren. Einige schwören auf Lebendfutter (Artemia Nauplien als Beispiel), während andere auf qualitativ hochwertiges Trockenfutter setzen. Was hat bei euch am besten funktioniert, um die Jungtiere gesund und in einer realistischen Zeit großzuziehen?

    Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps, sowie auf die eine oder andere Anekdote aus euren eigenen Zuchtversuchen bzw. Eurem Zuchtkeller.

  • Hi Mike

    Zuerst einmal kann ich sagen das ich die Intention verstehe weshalb der Thread entstanden ist und auch wie er gemeint ist. Ich finde es gut hier auch mal Pro Malawiseecichliden und auch Züchter zu schreiben (Stichwort Eimerfische, denn das sind sie sicher nicht).
    Du kennst Dich ja auch mit Malawiseecichliden aus, aber mich würden auch mal die Erfahrungen anderer interessieren was die Zucht von Malawiseecichliden angeht.

    Ein weiterer Punkt, der mir durch den Kopf geht ist die Auswahl der Zuchtpaare.

    Hier gehe ich aber mal davon aus, das Du eher Zuchttiere meinst, denn als Paar wird bei den Malawisee-Cichliden wohl kaum oder sogar keine Art gehalten.
    Zu der Frage kann ich sagen, das nichts dagegen spricht, den Genpool zu erweitern und zb. das Männchen und die Weibchen oder die Weibchen aus unterschiedlichen Stämmen zusammenzusetzen.
    Nach meinem Wissen ist die Gefahr von Inzucht bei den meisten Fischarten lange Zeit (im Sinne von über viele Bruten) nicht relevant.

    Beim Futter ist es nicht anders wie bei den großen Arten. Unter Berücksichtigung der Futteransprüche der einzelnen Art, kann man das passende Futter so abwechslungsreich wie möglich reichen. Artemia-Nauplien in Verbindung mit pflanzlichem oder anderem Trockenfutter geeigneter Größe kann man gut variieren.

    Zur Zucht von Malawiseecichliden kann ich ansonsten wenig sagen, da ich diese nie gezielt gezüchtet habe. Ich habe vor sehr vielen Jahren meist Utaka wie zb. Arten der Gattung Aulonocara und einige größere Malawisee Räuber wie Aristochromis christyi oder Dimidiochromis compressiceps gehabt (Natürlich nicht zusammen). Aber das ist wie gesagt schon sehr lange her.

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