Pelvicachromis, eine undurchsichtige Sache?

  • Hallo,

    da ich mich ja nun schon seit über 10 Jahren ausschliesslich mir Arten aus dieser Gattung befasse, und oft immernoch falsch deklarierte Tiere im Umlauf sind, möchte ich hier nun einmal meine Gedanken zu dieser Gattung niederschreiben. Da dies nicht innerhalb von 5 Minuten getan ist, werde ich den Thread schliessen, bis ich soweit fertig bin. ;--)

    Anmerkungen und Fragen hierzu könnt ihr HIEReinstellen.

    Die Gattung Pelvicachromis hat derzeit 8 beschriebene Arten:

    P.humilis (>10 verschiedene Fundortvarianten)
    P. pulcher (verschiedene Farbformen + 1 weitere Standortform)
    P. roloffi (2 Fundortvarianten)
    P. rubrolabiatus
    P. sacrimontis (3 Farbformen)*
    P. signatus
    P. subocellatus (2 Fundortvarianten)
    P. taeniatus (>15 Fundortvarinaten+ mehrere Farbformen innerhalb der Fundorte)

    sowie min. eine noch nicht wissenschaftlich beschriebene Art:

    P. spec. aff. subocellatus

    Was da noch an Neuentdeckungen/Neubeschreibungen kommt bleibt abzuwarten. Auch soll wohl min eine Fundortvariante der taeniatus Artstatus erhalten. Auch ob nicht die P. humilis, signatus sowie rubrolabiatus nicht doch eher eine neue Gattung bilden sollten, was mMn gerechtfertigt wäre, bleibt bisher unklar. Allein schon die Unterschiede was die Körperform, Maulform sowie Kopfform angeht, könnte man sogar von min 3 Gattungen sprechen. Dazu kommen teils stark abweichende Flossenformen sowie -Färbung, Körperzeichnung. Ich denke es wird noch etwas dauern bis sich an der Stelle was tut, werde da aber am Ball bleiben.

    Alle Arten dieser Gattung sind monogame Verstecktbrüter, welche ihre "Bruthöhlen" teils sogar in Eigenregie erbauen, eingebrachte Bruthöhlen (Tontöpfe, Kokosnusschalen) sollten ein genügend grosses Loch besitzen, da die Herren das Gelege vor Ort besamen (scheinbar wollen sie sich von dem Gelege überzeugen und sind nicht so vertrauensvoll wie die Apistogramma (mu ). Nach dem 'Ablaichen','' buddeln sich die Damen oft soweit ein, das sie die Höhle gerade noch so verlassen können. Die Eigenart was sich meine P. signatus haben einfallen lassen ist an anderer Stelle hinterlegt und soll hier nicht in den Vordergrund gerückt werden. Die Entwicklung des Nachwuchses dauert zw. 8 und 12 Tagen. Mit dem Freischwimmen sind Artemianauplin, Staubfutter oder Microwürmchen durch die Kleinen sofort bewältigbar.

    Zeichenerklärung:* diese Art ist zwar beschrieben, diese Beschreibung aber nicht offiziell bestätigt / hinterlegt.

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